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Bedachungen Burmann/Weller GmbH & Co. KG
Bedachungen Burmann/Weller GmbH & Co. KG 
Germaniastraße 63
44379 Dortmund
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Burmann kommt auch aus der Luft
75 Jahre Erfahrung rund ums Dach lassen keinen Platz für böse Überraschungen
„Man muss sich neuen Aufgaben stellen und sie umsetzen“, so Peter Burmann, seit 1977 zusammen mit seiner Frau Nanni Geschäftsführer des gleichnamigen Bedachungsunternehmens an der Germaniastrasse in Dortmund-Marten. Und getreu diesem Grundsatz hat der Dachdeckermeister seinen Betrieb von einem kleinen Handwerksgeschäft zu einem High-Tech-Unternehmen für Dacharbeiten aller Art umstrukturiert. Schon ein flüchtiger Blick in den Firmen-Prospekt lässt erkennen, dass die Palette von Leistungen längst über das übliche Maß hinausgeht. Unter anderem wird auch die Installation von Solarzellen, sei es im Bereich der Photovoltaik zur Stromerzeugung oder als Kollektoren zur Warmwasserbereitung, angeboten.
Neben dem „Häuslebauer“, der die richtigen Pfannen für sein schmuckes Eigenheim sucht – und auch der ist nach wie vor bei Burmann in guten Händen -, zählen vor allem Großbetriebe zu den Kunden des Unternehmens. Dächer für Fabrik- und Werkshallen, die aus Thermoelementen gefertigt werden und mit großzügigen Lichtstraßen versehen sind, gehören zu den Spezialgebieten der Firma. Schon seit Jahren arbeitet man daher als Werksdachdecker bei der Adam Opel AG in Bochum, bei den Chemischen Werken in Marl-Hüls und bei O & K in Dortmund und Hattingen.
Geschätzt wird von den Kunden auch die Kombination von Arbeiten, die rundum mit dem Dach zu tun haben, weiß Peter Burmann aus langjähriger Erfahrung zu berichten. Daher wird in seinem Betrieb nicht nur die reine Dachdeckerarbeit angeboten, sondern alles vom errichten des Dachstuhls über den Ausbau der Gauben bis zum Installieren der Dachrinnen. Da, wo der Bauherr sonst gleich drei Firmen beauftragen musste, kommt jetzt alles aus einer Hand.
Zur Zeit sind in dem Betrieb 30 Dachdeckergesellen, drei Bauklempner, 9 Dachdeckermeister, eine Dachdeckermeisterin, fünf Auszubildende und zwei kaufmännische Angestellte beschäftigt.
Anderen Leuten aufs Dach steigen, das liegt bei den Burmanns fast schon in den Genen, man entstammt geradezu einer Dachdeckerdynastie. Angefangen hat alles 1880 , als der Großvater von Peter Burmann mit einem Gesellen und einer Zieh-Karre den ersten Betrieb in Castrop-Rauxel eröffnete. Von den zehn Kindern wurden sieben Jungen und wiederum vier Dachdeckermeister. Einer von ihnen war Wilhelm Burmann, der dann 1926 einen Betrieb in Dortmund-Kirchlinde am Bärenbach gründete. 1934 zog Wilhelm Burmann innerhalb von Kirchlinde um und übergab 1971 das Geschäft an den Sohn Peter, der die Einzelfirma in eine GmbH verwandelte. Der Umzug in das Gewerbegebiet nach Marten erfolgte dann 1984.
Auch in der kommenden Generation wird der Name Burmann vermutlich weiterhin mit Dächern in Verbindung gebracht. Neben der Tochter Nicola Weller-Burmann, die bereits als Dachdeckermeisterin und als eine von nur vier Frauen im Raum Dortmund und in dieser Branche im elterlichen Betrieb arbeitet, hat jetzt auch Sohn Peter die Gesellenprüfung mit Auszeichnung bestanden; natürlich strebt auch er die Meisterprüfung an. Und Schwiegersohn Oliver Weller ist auch im Unternehmen integriert, natürlich als Dachdeckermeister. Der Nachfolgeregelung kann der jetzige Geschäftsführer also gelassen entgegensehen.
Doch an den Ruhestand scheint der innovative Unternehmer in der nächsten Zeit noch nicht zu denken, dafür hat er noch zu viele Ideen im Kopf. Das jüngste Projekt ist in Zusammenarbeit mit der Dortmunder Firma „Aero-Dach“ entstanden. Die Vermessung von Schrägdächern und Flachdächern, speziell in den Innenstädten, gestaltet sich häufig als schwierig und zeitaufwendig. „Aero-Dach“ hat mittlerweile eine Reihe von Städten aus der Luft fotografiert. Mit diesen Aufnahmen und einem dafür entwickelten Computerprogramm lässt sich die Größe der Dachfläche mit einer Abweichung von nur drei Prozent am Rechner bestimmen. In der Realität bedeutet das: Der Kunde ruft bei Burmann an und bekommt zwei bis drei Tage später eine genaue Auflistung über die Größe seines Daches, das benötigte Material und einen Kostenvoranschlag, ohne dass ihm überhaupt nur ein Handwerker aufs Dach gestiegen ist.
Dass man sich über den Mangel an geeigneten Fachkräften nicht beschweren kann, wenn man selbst nichts dagegen unternimmt, ist bei der Firma Burmann nicht nur ein frommer Spruch. Die Ausbildung hat hier Tradition: „80 Prozent unserer Belegschaft kommt, salopp formuliert, aus eigener Zucht“, berichtet Peter Burmann, und daran soll sich so schnell auch nichts ändern, „Ausbildung gehört bei einem Handwerksbetrieb einfach dazu“. So haben die zur Zeit fünf Auszubildenden auch gute Chancen, nach der Lehre bei der Firma Burmann beschäftigt zu werden. Burmann und Ausbildung sind nicht nur in Dortmund eine Einheit. Eine Besonderheit in der Dachdeckerinnung in Westfalen besagt, dass Azubis nur ein Jahr in die staatliche Berufsschule gehen und dann an die Berufsersatzschule nach Eslohe ins Sauerland kommen. Die trägt den Namen „Lorenz-Burmann-Schule“, benannt nach einem Onkel von Peter Burmann, der, wie sollte es anders sein, Dachdeckermeister war und sich im Bereich der Ausbildung besondere Verdienste erworben hat.
Dass auf dem Dach nicht Schluss sein muss, das beweisen Bereiche, die sich die Firma in den letzten Jahren erschlossen hat. Dazu gehören auch die Denkmalsanierung und –pflege. Ein weithin sichtbarer Beweis dafür ist unter das Dach des alten Hafenamtes im Dortmunder Norden. Man muss sich eben den neuen Aufgaben stellen- auch wenn sie uralt sind.
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